Historie des Maimarktgeländes in Mannheim

Dem heutigen Maimarktgelände als modernes Messe- und Veranstaltungszentrum geht eine lange Tradition voraus, die eng mit Deutschlands größter Regionalmesse – dem Maimarkt Mannheim – verbunden ist.

Gestartet auf dem Marktplatz im Zentrum der Quadratestadt, ist der Maimarkt in seiner über 400-jährigen Geschichte mehrfach umgezogen. Ab 1962 fand er auf dem „alten Maimarktgelände“ am Friedensplatz ein festes Domizil. Mit rund 1.000 Ausstellern auf 106.000 m² Fläche wurde es jedoch bereits im Jahr 1979 eng auf dem Areal. Zudem erhielt Mannheim den Zuschlag für den Bau des Landesmuseums für Technik und Arbeit (heute: Technoseum), das im Osten der Stadt – genauer: auf dem Friedensplatz am Maimarktgelände – entstehen sollte. Auch der Süddeutsche Rundfunk plante ein neues Sendegebäude an dieser Stelle. Also wohin mit dem Maimarkt? Die florierende Messe wollte Attraktivität und Funktionsfähigkeit erhalten und nur gemeinsam mit den Bestandteilen Turnierplatz und Deutsches Fertighaus Center umziehen. Die Wahl fiel auf das Mühlfeld: ein 225.000 m² großes Gelände mit gutem Anschluss für den Individualverkehr. OEG- und Straßenbahnhaltestellen sind nur 10 Gehminuten entfernt. Am 10. September 1981 wurde die Verlegung endgültig beschlossen. Dank der zahlreichen Parkplätze und der hervorragenden Anschlüsse sollte das neue Maimarktgelände vielseitig genutzt werden: Für Reitveranstaltungen, Automobilausstellungen, Tierprämiierungen und „musikalische Veranstaltungen mit besonderer Lautstärke“, wie es in der Beschlussvorlage des Technischen Ausschusses heißt. Nach rund zwei Jahren Bauzeit konnte 1985 der erste Maimarkt auf dem neuen Gelände mit Reitstadion, Gläsernem Studio und Deutschem Fertighaus Center stattfinden, mit neuen Besucherrekorden.

1988/89 entstand auf dem Maimarktgelände eine feste Halle für bis zu 12.000 Besucher, die für Messen und Ausstellungen, aber auch für Sportveranstaltungen und als Konzert-Arena genutzt werden kann. Anfang der 90er Jahre bekam die Maimarkthalle einen Anbau, der erst als Ausweichquartier für das Nationaltheater diente und 1995 zur Diskothek „Broadway House of Music“ wurde. Nach einem Umbau erhielt das Gebäude 2005 den Namen Maimarktclub. Mit Platz für bis zu 2.600 Menschen entwickelte sich dieser schnell zur geschätzten Location für Newcomer und Künstler, die gerne in einer intimeren Atmosphäre auftreten. Gleichzeitig stellt er eine gern genutzte Expansionsmöglichkeit für die benachbarte Maimarkthalle dar. Mit dem direkten Anschluss an das Straßenbahnnetz bekam das Maimarktgelände 2004 eine Haltestelle direkt vor der Haustür.

Foto: Kay Sommer